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Branchen

Wehrtechnik & Marine

Amagnetische Bauteile aus nichtmagnetisierbaren austenitischen Stählen, geschweißt nach DIN 2303 Q2 – mit kontrollierter Material- und Fertigungskette vom Wareneingang bis zur dokumentierten Komponente.

DIN 2303 Q2 · Nichtmagnetisierbare austenitische Stähle · Spezialschweißer · Materialrückverfolgbarkeit · Einzelteile & Kleinserien

Worauf es in Wehrtechnik & Marine ankommt

Amagnetisch beginnt nicht beim Materialeinkauf.

Für bestimmte militärische und insbesondere maritime Anwendungen werden Bauteile aus nichtmagnetisierbaren austenitischen Stählen benötigt. Die Bundeswehr ordnet beispielsweise den nichtmagnetisierbaren austenitischen Stahl 1.3964 ausdrücklich den besonderen Anforderungen der Herstellerqualifikation DIN 2303 Q2 zu.

Bei entsprechenden Marineanwendungen geht es jedoch nicht nur darum, einen Werkstoff mit geeigneter Ausgangseigenschaft einzukaufen. Entscheidend ist das fertige Bauteil. Bearbeitung und insbesondere Schweißprozesse können Werkstoffeigenschaften beeinflussen. Deshalb muss eine geeignete Prozesskette sicherstellen, dass vom Materialeingang bis zur fertigen Komponente die projektspezifischen Anforderungen eingehalten werden. Das unterscheidet spezialisierte Wehrtechnikfertigung grundsätzlich von normaler Edelstahlverarbeitung.

Eine kontrollierte Werkstoffkette.

Für definierte Marinewerkstoffe reicht „Werkstoff 1.3964″ auf einer Bestellung nicht unbedingt aus. Die Bundeswehr führt im Rahmen von BV 1050 zugelassene Hersteller für bestimmte nichtmagnetisierbare Grundwerkstoffe und beschreibt teilweise sogar deren Herstellroute – von der Erschmelzung über Walzen und Wärmebehandlung bis zur Adjustage. Das zeigt, wie weit Rückverfolgbarkeit in anspruchsvollen Projekten gehen kann. Für die Fertigung bei stainlesstec bedeutet das projektabhängig:

Definierter Werkstoff

Verarbeitung der spezifizierten Edelstahlqualität entsprechend Kunden- und Projektvorgabe.

Getrennte Materialführung

Der Material- und Bearbeitungsweg wird so organisiert, dass unerwünschte Vermischung oder Fremdmaterialeintrag vermieden werden.

Kontrollierte Verarbeitung

Umformen, Zerspanen, Schweißen und Nachbearbeitung erfolgen unter definierten Bedingungen.

Eindeutige Rückverfolgbarkeit

Material und Dokumentation bleiben dem jeweiligen Bauteil bzw. Auftrag zuordenbar.

Schweißen nach DIN 2303 Q2.

DIN 2303 beschreibt die Herstellerqualifikation für das Schweißen und verwandte Prozesse an Wehrmaterial. Die Q2-Klasse betrifft besondere Anforderungen – darunter ausdrücklich nichtmagnetisierbare austenitische Stähle wie 1.3964. Bei der Herstellerqualifikation geht es deshalb nicht um ein Zertifikat an der Wand. Überprüft werden unter anderem:

Schweißaufsicht

Qualifikation der verantwortlichen Schweißaufsicht.

Schweißer & Bediener

Qualifikation der ausführenden Fachkräfte.

Schweißausrüstung

Geeignete, geprüfte Anlagen und Geräte.

Materialrückverfolgbarkeit

Lückenlose Zuordnung vom Werkstoff bis zum Bauteil.

Schweißzusätze

Kontrollierte Auswahl und Lagerung der Zusatzwerkstoffe.

Schweißqualität

Nachgewiesene Güte der ausgeführten Verbindungen.

Schweißanweisungen

Arbeiten nach festgelegten WPS.

Verfahrensprüfungen

Vorhandene, gültige Qualifizierungen der Verfahren.

DIN 2303 Q2 heißt nicht „wir können gut schweißen“. Es heißt, dass die Voraussetzungen für einen kontrollierten Schweißprozess systematisch nachgewiesen werden.

Nichtmagnetisierbare Fertigung als Prozess.

1

Materialeingang

2

Eindeutige Kennzeichnung

3

Getrennte Material- und Werkzeugführung

4

Bearbeitung

5

Qualifiziertes Schweißen

6

Nachbearbeitung

7

Prüfung

8

Dokumentation

Die magnetische Eigenschaft wird nicht vorausgesetzt – sie wird über den Prozess abgesichert.

Typische Fertigungsaufgaben

Gehäuse und Einhausungen

Geschweißte oder gekantete Sonderkonstruktionen nach Zeichnung.

Rahmen und Tragstrukturen

Komplexe Baugruppen mit definierten Schweiß- und Prüfanforderungen.

Konsolen und Halter

Kleinserien und Einzelteile aus spezifizierten Werkstoffen.

Behälter und Systemkomponenten

Geschweißte Komponenten mit kundenspezifischen Anschlüssen, Einbauten und Prüfanforderungen.

Nichtmagnetisierbare Marinekomponenten

Bauteile aus definierten austenitischen Werkstoffen mit kontrollierter Material- und Fertigungskette.

Sonderkonstruktionen nach Zeichnung

Prototypen, Ersatzteile und Kleinserien für Projekte, in denen Standardbauteile nicht eingesetzt werden können.

Jedes Projekt beginnt mit der Spezifikation.

Technische Lieferbedingungen der Bundeswehr können neben Leistungsmerkmalen auch Vorgaben zu Qualitätssicherung und weiteren technisch-organisatorischen Anforderungen enthalten. Wir gehen deshalb nicht davon aus, dass zwei wehrtechnische Projekte dieselben Anforderungen haben. Vor Fertigungsbeginn klären wir unter anderem:

  • Zeichnungsstand
  • Werkstoff und Werkstofflieferbedingung
  • Relevante DIN-, WL-, BV-, TL- oder Kundenvorgaben
  • Geforderte Herstellerqualifikation
  • Bauteil- und Schweißanforderungen
  • Zugelassene Schweißzusätze
  • Prüfplan
  • Anforderungen an Magnetisierbarkeit
  • Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit
  • Abnahme- und Dokumentationsumfang

Von der Zeichnung zur freigegebenen Komponente

1

Spezifikation prüfen

Werkstoff, Zeichnung, Regelwerk, Schweißanforderungen und Prüfungen werden vor der Arbeitsvorbereitung zusammengeführt.
2

Materialweg festlegen

Beschaffung, Zeugnisse, Kennzeichnung und projektspezifische Trennung werden definiert.
3

Fertigung vorbereiten

CAD-Daten, Arbeitsfolgen, Schweißanweisungen und Prüfanforderungen werden aufeinander abgestimmt.
4

Qualifiziert fertigen

Erfahrene Spezialisten verbinden datengesteuerte Maschinenfertigung mit kontrollierter handwerklicher Bearbeitung.
5

Prüfen und dokumentieren

Die vereinbarten Prüf- und Fertigungsnachweise werden dem Projekt eindeutig zugeordnet.

Warum stainlesstec?

DIN 2303 Q2

Qualifizierte Voraussetzungen für besondere schweißtechnische Anforderungen an Wehrmaterial.

Materialkompetenz

Erfahrung mit besonderen austenitischen und projektspezifischen Edelstahlqualitäten.

Eigene Spezialschweißer

Komplexe Fertigungsaufgaben werden von Fachkräften umgesetzt, die Werkstoff und Verfahren verstehen.

Hohe Fertigungstiefe

Vom Zuschnitt über Umformen und Schweißen bis zur Baugruppe – viele Arbeitsschritte, abgestimmt durchgeführt.

Einzelteile und Kleinserien

Entwicklungsprojekte, Ersatzteile und Sonderkomponenten brauchen flexible Fertigung statt Großserie.

Kein Bauteil ist „einfach DIN 2303″.

Wichtig: Die Herstellerqualifikation DIN 2303 bildet die Voraussetzung für bestimmte Fertigungsaufgaben. Welche Anforderungen für ein konkretes Bauteil gelten, ergibt sich jedoch aus Zeichnung, Bauteilklasse, Werkstoff, Schweißvorgaben, technischen Lieferbedingungen und den jeweiligen Projektanforderungen. Die Bundeswehr betreut DIN 2303, Technische Lieferbedingungen und für Marineanwendungen auch BV 1050 zentral über das WIWeB.

Sprechen wir über Ihr Projekt.

Schicken Sie uns Zeichnung oder CAD-Daten per E-Mail – mit Werkstoff, Stückzahl und Anforderungen. Wir melden uns mit einer belastbaren Einschätzung.

oder direkt an info@stainlesstec.de – Zeichnung, STEP oder DXF einfach anhängen.

DIREKTER DRAHT: +49 5121 690 85-0