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Oberflächenbearbeitung von Edelstahl und Aluminium

Von der bearbeiteten Schweißnaht bis zur definierten technischen oder hochwertigen Sichtoberfläche.

Welche Oberfläche braucht das Bauteil?


stainlesstec übernimmt die Oberflächenbearbeitung von Edelstahl und Aluminium als Teil der kompletten Bauteil- und Baugruppenfertigung. Je nach Anwendung bearbeiten wir Schweißnähte und Oberflächen, stellen definierte Oberflächenbilder her oder bereiten Bauteile für nachfolgende Oberflächenverfahren vor.

Dabei ist Oberfläche für uns nicht nur eine Frage der Optik: Je nach Werkstoff und Anwendung beeinflusst sie Korrosionsbeständigkeit, Reinigbarkeit, Hygiene, Funktion und Erscheinungsbild des fertigen Bauteils. Deshalb betrachten wir die gewünschte Oberfläche bereits bei der Fertigungsplanung.

Eine Edelstahlabdeckung mit hochwertiger Sichtfläche stellt andere Anforderungen als eine Schweißbaugruppe für eine Maschine. Ein Bauteil für einen hygienisch sensiblen Bereich benötigt wiederum eine andere Oberfläche als eine Aluminiumverkleidung. Deshalb beginnt Oberflächenbearbeitung mit der Frage, welche Eigenschaften die fertige Oberfläche erfüllen muss. Dabei können beispielsweise folgende Kriterien entscheidend sein:

  • gewünschtes Erscheinungsbild
  • Rauheit
  • Korrosionsbeständigkeit
  • Reinigbarkeit
  • hygienische Anforderungen
  • Entfernung von Anlauffarben
  • Angleichung bearbeiteter und unbearbeiteter Bereiche
  • Vorbereitung für nachfolgende Beschichtungen
  • Anforderungen an Sichtflächen
  • technische oder funktionale Oberflächen

Erst daraus ergibt sich das geeignete Bearbeitungsverfahren.

Edelstahl schleifen


Das Schleifen von Edelstahl kann sowohl technische als auch optische Funktionen erfüllen: Schweißnähte können geglättet, Übergänge angeglichen und definierte Schliffbilder hergestellt werden. Bei Sichtteilen kommt es darauf an, dass nicht nur die einzelne bearbeitete Stelle, sondern das gesamte Oberflächenbild stimmt.

Besonders bei bereits vorgeschliffenen Blechen müssen deshalb Schliffrichtung und vorhandene Oberflächenstruktur bei der Fertigung berücksichtigt werden. Typische Anwendungen sind:

  • geschliffene Edelstahlgehäuse
  • Verkleidungen
  • Sichtbauteile
  • Maschinenkomponenten
  • Behälter und Wannen
  • bearbeitete Schweißkonstruktionen

Schweißnähte bearbeiten


Eine technisch einwandfreie Schweißnaht muss nicht zwangsläufig im fertigen Bauteil sichtbar bleiben. Je nach Konstruktion und Anforderung können Schweißnähte verschliffen, geglättet oder an die angrenzende Oberfläche angepasst werden.

Dabei ist Erfahrung gefragt: Wird zu viel Material abgetragen, können Geometrie und Materialstärke verändert werden. Wird ungleichmäßig gearbeitet, bleiben Übergänge sichtbar. Bei hochwertigen Bauteilen müssen deshalb Schweißprozess und spätere Oberflächenbearbeitung bereits vor dem Schweißen aufeinander abgestimmt werden.

Edelstahl beizen


Beim Schweißen von Edelstahl können durch die thermische Belastung Anlauffarben und Oxidschichten entstehen. Das Beizen von Edelstahl dient dazu, solche oxidierten Oberflächenbereiche chemisch zu entfernen und eine metallisch saubere Oberfläche herzustellen.

Das ist nicht nur eine optische Frage: Gerade bei korrosionskritischen Anwendungen kann die fachgerechte Behandlung des Schweißnahtbereichs für die Wiederherstellung der gewünschten Oberflächeneigenschaften entscheidend sein. Welche Behandlung erforderlich ist, hängt von Werkstoff, Schweißprozess und späterem Einsatz ab.

Edelstahl passivieren


Nichtrostender Edelstahl verdankt seine Korrosionsbeständigkeit einer sehr dünnen chromreichen Passivschicht. Nach Fertigungs- und Schweißprozessen kann es bei anspruchsvollen Anwendungen sinnvoll sein, die Oberfläche entsprechend zu reinigen und Bedingungen für eine gleichmäßige Passivierung herzustellen.

Beizen und Passivieren sind dabei nicht dasselbe: Beim Beizen werden Oxide und oberflächennahe Verunreinigungen chemisch abgetragen. Die Passivierung zielt dagegen auf einen geeigneten passiven Oberflächenzustand des Edelstahls. Welche Behandlung notwendig ist, hängt von Werkstoff und Einsatzbedingungen ab.

Edelstahl polieren


Wenn besonders glatte oder hochwertige Oberflächen gefordert sind, kann Edelstahl entsprechend weiterbearbeitet werden. Das Polieren von Edelstahl dient sowohl optischen als auch funktionalen Anforderungen. Je nach Anwendung können glattere Oberflächen beispielsweise:

  • leichter zu reinigen sein
  • weniger Schmutzanhaftung ermöglichen
  • hochwertige Sichtflächen erzeugen
  • definierte Anforderungen an die Oberflächenrauheit unterstützen

Bei technisch oder hygienisch relevanten Anwendungen sollte die Oberfläche jedoch nicht lediglich als „glänzend“ beschrieben werden. Entscheidend ist die konkret geforderte Oberflächenqualität.

Definierte Rauheit statt nur „schön glatt“


Bei Pharma-, Hygiene- und Prozessanwendungen kann die Oberflächenrauheit eine technische Spezifikation sein. Dann reicht eine Angabe wie „geschliffen“ oder „poliert“ nicht aus.

Entscheidend kann beispielsweise ein definierter Ra-Wert sein: Er beschreibt die mittlere Rauheit einer Oberfläche und ermöglicht damit eine messbare Spezifikation. Welche Rauheit erforderlich ist, hängt von Bauteil, Medium, Reinigungsverfahren und den projektspezifischen Anforderungen ab.

Wenn definierte Rauheitswerte gefordert sind, müssen Bearbeitungsverfahren und Qualitätskontrolle entsprechend darauf abgestimmt werden.

Oberflächenbearbeitung von Aluminium


Auch bei Aluminium beeinflusst die Oberfläche sowohl Erscheinungsbild als auch technische Eigenschaften. Je nach Bauteil können Oberflächen:

  • geschliffen
  • mechanisch bearbeitet
  • für nachfolgende Beschichtungen vorbereitet
  • oder einer externen Oberflächenbehandlung zugeführt werden

Gerade bei Aluminium-Sichtteilen ist es wichtig, die Oberfläche bereits während Zuschnitt, Umformung und Schweißen zu schützen. Beschädigungen, Kratzer oder Druckstellen lassen sich am fertigen Bauteil häufig nur mit zusätzlichem Aufwand beseitigen. Deshalb beginnt eine hochwertige Aluminiumoberfläche nicht beim letzten Arbeitsschritt, sondern bereits beim Materialhandling während der gesamten Fertigung.

Eloxieren von Aluminium


Eine wichtige Oberflächenbehandlung für Aluminium ist das Eloxieren beziehungsweise Anodisieren: Dabei wird die natürliche Oxidschicht des Aluminiums elektrochemisch verstärkt. Dadurch können unter anderem Verschleiß- und Korrosionseigenschaften sowie das Erscheinungsbild der Oberfläche beeinflusst werden.

Für ein gutes Ergebnis muss die spätere Oberflächenbehandlung bereits bei Konstruktion und Fertigung berücksichtigt werden: Schweißnähte, unterschiedliche Legierungen und lokale Materialzustände können das Erscheinungsbild einer eloxierten Oberfläche beeinflussen. Wenn ein Aluminiumbauteil später eloxiert werden soll, sollte dies deshalb bereits vor dem Schweißen und Bearbeiten bekannt sein.

Glasperlenstrahlen und weitere Oberflächenbilder


Je nach gewünschtem Erscheinungsbild können Edelstahloberflächen auch durch Strahlverfahren bearbeitet werden. Glasperlenstrahlen kann beispielsweise eine gleichmäßige matte Oberfläche erzeugen und Bearbeitungsspuren optisch vereinheitlichen.

Dabei müssen Strahlmittel, Prozess und Werkstoff sauber aufeinander abgestimmt sein. Insbesondere bei Edelstahl ist darauf zu achten, dass keine unerwünschten Fremdpartikel in die Oberfläche eingebracht werden. Das Verfahren eignet sich beispielsweise für:

  • Gehäuse
  • Maschinenkomponenten
  • Verkleidungen
  • Sichtteile
  • komplexe Schweißbaugruppen

Fremdrost bei Edelstahl vermeiden


Eine Edelstahloberfläche kann ihre Korrosionsbeständigkeit nur dann zuverlässig ausspielen, wenn sie werkstoffgerecht behandelt wird. Eisenhaltige Partikel, die beispielsweise über Werkzeuge, Schleifmittel oder Kontaktflächen eingetragen werden, können später zu Fremdrost führen.

Deshalb gehört zur hochwertigen Edelstahlbearbeitung auch die konsequente Vermeidung entsprechender Kontaminationen. Besonders bei anspruchsvollen Anwendungen betrachten wir deshalb nicht nur den letzten Schleif- oder Beizvorgang, sondern die gesamte Prozesskette.

Sichtflächen von Anfang an schützen


Eine hochwertige Oberfläche lässt sich nicht beliebig am Ende „herstellen“. Bei Bauteilen mit definierten Sichtflächen müssen diese bereits während der gesamten Fertigung berücksichtigt werden:

Zuschnitt → Kanten → Schweißen → Montage → Transport

Werkzeugabdrücke, Kratzer, Schweißspritzer oder ungeeignetes Handling können sonst zusätzliche Bearbeitung erforderlich machen oder eine gewünschte Oberfläche sogar unmöglich machen. Deshalb definieren wir anspruchsvolle Sichtflächen möglichst bereits vor Fertigungsbeginn.

Oberfläche und Fertigung aus einer Hand


Ein wesentlicher Vorteil von stainlesstec liegt darin, dass wir die Oberflächenanforderung in die gesamte Fertigungsplanung einbeziehen können.

Laserschneiden → Stanzen → Abkanten → Schweißen → Mechanische Bearbeitung → Oberflächenbearbeitung → Fertige Baugruppe

So kann beispielsweise bereits beim Schweißen berücksichtigt werden, ob eine Naht später sichtbar bleibt, bündig verschliffen oder für eine bestimmte Oberflächenqualität nachbearbeitet werden soll. Das reduziert nachträgliche Korrekturen und verbessert die Qualität des fertigen Bauteils.

Oberflächen für anspruchsvolle Anwendungen


Besonders wichtig wird die Oberflächenqualität dort, wo sie eine technische Funktion übernimmt.

Pharma und hygienische Anwendungen

Reinigbarkeit, definierte Oberflächen und werkstoffgerechte Bearbeitung können wesentliche Anforderungen sein.

Maschinen- und Anlagenbau

Hier stehen häufig Funktion, Korrosionsbeständigkeit und eine robuste technische Oberfläche im Vordergrund.

Luftfahrt und Hightech

Definierte Oberflächenzustände, reproduzierbare Fertigung und Dokumentation können Teil der Bauteilspezifikation sein.

Wehrtechnik

Je nach Anwendung können funktionale Oberflächen, Korrosionsschutz und definierte Fertigungsprozesse gefordert sein.

Welche Oberflächenqualität tatsächlich erforderlich ist, bestimmen Zeichnung, Spezifikation und späterer Einsatz.

Die richtige Oberfläche beginnt mit der Spezifikation


Bezeichnungen wie „geschliffen“, „matt“, „sauber“ oder „hochwertig“ lassen viel Interpretationsspielraum. Bei anspruchsvollen Bauteilen empfehlen wir deshalb, die gewünschte Oberfläche möglichst eindeutig zu definieren – beispielsweise über Schliffbild, Rauheit, Referenzmuster oder konkrete technische Anforderungen.

So wissen Konstruktion, Fertigung und Qualitätskontrolle von Anfang an, welches Ergebnis erreicht werden soll.

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