
Luftfahrt
CAD-basierte Fertigung · Einzelteile & Kleinserien · Edelstahl & Aluminium · Schweißbaugruppen · Dokumentierte Fertigung
Worauf es in der Luftfahrt ankommt
In der Luftfahrt ist die Zeichnung nur ein Teil der Spezifikation.
In vielen Industrien genügt für einen Fertigungsauftrag: Zeichnung + Werkstoff + Stückzahl. In Luftfahrtprojekten können weitere Anforderungen hinzukommen:
- Freigegebener Zeichnungs- und Revisionsstand
- Material- und Chargennachweise
- Besondere Prozessvorgaben
- Definierte Prüfmerkmale
- Kennzeichnung des Bauteils
- Dokumentation von Abweichungen
- Nachweis des Erstmusters
- Rückverfolgbarkeit
- Kundenspezifische Lieferantenvorgaben
Die 9100-Systematik für Aviation, Space and Defense erweitert ein klassisches ISO-9001-Qualitätsmanagement unter anderem um Produktsicherheit, Risikomanagement, Configuration Management und die Steuerung externer Lieferanten.
Nicht nur das Bauteil muss stimmen. Auch die Information darüber, welches Bauteil wie gefertigt wurde, muss beherrscht werden.
Datenstand und Configuration Management.
Eine kleine konstruktive Änderung kann in einem Luftfahrtprojekt erhebliche Auswirkungen haben. Deshalb muss eindeutig nachvollziehbar sein: Welche Zeichnung ist gültig? Welche Revision wurde gefertigt? Welche Fertigungsdaten gehören dazu? Welche Teile wurden nach welchem Stand produziert? Configuration Management stellt systematisch sicher, dass Produkte ihren Anforderungen entsprechen und ihre Konfiguration über den Lebenszyklus eindeutig identifiziert und dokumentiert bleibt.
Kundendaten → geprüfter Datenstand → Fertigungsdaten → Arbeitsfolge → Bauteil → Prüfung
Genau hier wird aus CAD-gestützter Fertigung mehr als Maschinenprogrammierung.
Vom CAD-Modell zum realen Bauteil
Daten übernehmen
Fertigungsprozess definieren
Reproduzierbare Fertigungsdaten erzeugen
Erfahrung ergänzt die Daten
Dünnwandig, leicht – und trotzdem maßhaltig.
Gewichtsoptimierte Konstruktionen führen zu dünneren Wandstärken und komplexeren Geometrien. Damit steigen die Anforderungen an Umformung, Aufspannung, Wärmeeintrag, Schweißfolge, Verzugskontrolle und Oberflächenbehandlung. Ein Beispiel aus unserer Fertigung ist eine nur 1 mm starke, teilbare Motorabdeckung, bei der Laserschweißen und hohe optische Anforderungen zusammenkommen – dünnwandige Fertigung verlangt mehr als reine Maschinengenauigkeit.
Spezialschweißen in sensiblen Konstruktionen
Bei Luftfahrtbauteilen sind neben Festigkeit und Geometrie auch Wärmeeinfluss, Verzug, Oberflächen- und Werkstoffzustand, Wiederholbarkeit und Prüfanforderungen relevant. Wir verbinden dafür klassische Schweißkompetenz mit datenbasierter Technik wie CNC-gesteuertem 3D-Laserschweißen – gerade bei kleinen Serien und komplexen Geometrien eine interessante Kombination.
Erstteilprüfung: Das erste Bauteil beweist den Prozess.
Die Norm 9102 standardisiert den First-Article-Inspection-Prozess (FAI) für Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsprodukte: Anhand eines ersten repräsentativen Teils wird nachgewiesen, dass der definierte Produktionsprozess ein Bauteil erzeugen kann, das die konstruktiven Anforderungen erfüllt. Für einen Zulieferer heißt das, Merkmale aus Zeichnung und Spezifikation systematisch dem Prüfergebnis zuzuordnen.
Umfang und Form der Erstteil- und Fertigungsdokumentation stimmen wir projektspezifisch mit dem Kunden ab.
Rückverfolgbarkeit beginnt beim Material.
Werkstoffcharge → Materialzeugnis → Fertigungsauftrag → Bauteil → Prüfung → Lieferung
EASA Part 21 sieht bei genehmigten Produktionsorganisationen vor, dass Produktionsdaten korrekt aus den Design-Daten abgeleitet werden und ihre Rückverfolgbarkeit zum jeweiligen Bauteil gewährleistet ist. stainlesstec ist damit nicht automatisch eine Part-21-Produktionsorganisation – entscheidend ist: Wenn ein Luftfahrtkunde bestimmte Rückverfolgbarkeits- und Dokumentationsanforderungen vorgibt, bauen wir sie von Beginn an in den Fertigungsauftrag ein.
Nicht jeder Prozess darf von jedem Lieferanten ausgeführt werden.
In Luftfahrtprojekten können sogenannte Special Processes besonderen Freigabe- oder Qualifikationsanforderungen unterliegen – je nach Projekt zum Beispiel Schweißen, Wärmebehandlung, zerstörungsfreie Prüfung, Oberflächenbehandlung oder chemische Prozesse.
Eine technisch beherrschte Fertigungsmethode ist nicht automatisch für jedes Luftfahrtprojekt freigegeben. Je nach OEM, Tier-1-Kunde oder Bauteil können zusätzliche Lieferanten- oder Prozessfreigaben erforderlich sein.
Wo stainlesstec besonders interessant sein kann
Prototypen und Entwicklungsbauteile
Vorrichtungen und Betriebsmittel
Gehäuse und Abdeckungen
Halter, Konsolen und Strukturkomponenten
Schweißbaugruppen
Test- und Versuchstechnik
Flugteil oder Ground Support Equipment?
Nicht jede Komponente in der Luftfahrt unterliegt denselben Anforderungen. Ein direkt im Fluggerät verbautes Teil kann erheblich andere Zulassungs-, Prozess- und Dokumentationsanforderungen haben als eine Prüfvorrichtung, Montageequipment, ein Werkzeug oder eine Ground-Support-Komponente.
Welche Funktion hat das Bauteil – und welche Qualifikation wird dafür tatsächlich verlangt? Das prüfen wir bei jeder Anfrage zuerst.
Kleinserie und Luftfahrt passen gut zusammen.
Viele Luftfahrtanwendungen entstehen nicht in Massenstückzahlen. Typisch sind Entwicklungsbauteile, Prototypen, Erstlose, Ersatzteile, Varianten, kleine wiederkehrende Serien und Sonderausstattungen. Gerade hier ist ein flexibler Fertigungsbetrieb interessant, der die Vorteile kleiner Losgrößen mit reproduzierbaren CAD- und Fertigungsdaten verbindet.
Welche Informationen wir für Ihre Anfrage brauchen
Eine Luftfahrtanfrage sollte möglichst enthalten:
- STEP-/CAD-Modell
- Freigegebene Zeichnung
- Zeichnungsrevision
- Werkstoff und Lieferzustand
- Stückzahl
- Kritische Merkmale
- Toleranzen
- Oberflächenanforderungen
- Schweiß- oder Prozessvorgaben
- Geforderte Prüfungen
- Kennzeichnungsanforderungen
- Materialzeugnisse
- Dokumentationsumfang
- Notwendige Kunden-/Prozessfreigaben
- Gegebenenfalls FAI-Anforderungen
Qualität in der Luftfahrt ist mehr als ISO 9001.
Die EN/AS 9100 ist die zentrale Qualitätsmanagementnorm der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie. Sie baut auf ISO 9001 auf, erweitert sie aber um branchenspezifische Anforderungen. Manche Aufträge können OEM- oder Tier-1-Kunden an einen nach ISO 9001 arbeitenden, von ihnen freigegebenen Fertiger vergeben – andere Projekte verlangen zwingend EN 9100 oder spezifische Sonderprozessfreigaben.
Ob stainlesstec für ein konkretes Luftfahrtprojekt eingesetzt werden kann, hängt von Bauteil, Einsatzbereich und den kundenseitigen Lieferanten- und Prozessanforderungen ab. Diese Voraussetzungen klären wir vor Angebotsabgabe.
Warum stainlesstec?
CAD-basierte Fertigung
Spezialisten für anspruchsvolle Werkstoffe
Erfahrung mit dünnwandigen Konstruktionen
Hohe Fertigungstiefe
Kleine Losgrößen
Projektbezogene Dokumentation
Sprechen wir über Ihr Projekt.
Schicken Sie uns Zeichnung oder CAD-Daten per E-Mail – mit Werkstoff, Stückzahl und Anforderungen. Wir melden uns mit einer belastbaren Einschätzung.
oder direkt an info@stainlesstec.de – Zeichnung, STEP oder DXF einfach anhängen.
DIREKTER DRAHT: +49 5121 690 85-0
