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Vakuumkammern

Wenn „dicht“ allein nicht ausreicht.

Vakuumkammern aus Edelstahl nach Zeichnung


Eine Vakuumkammer ist mehr als ein geschlossener Behälter. Je tiefer das geforderte Vakuum, desto stärker beeinflussen Werkstoff, Schweißnähte, Oberfläche, konstruktive Details und Sauberkeit das Verhalten der gesamten Kammer.

stainlesstec fertigt kundenspezifische Vakuumkammern und Vakuumkomponenten aus Edelstahl nach Zeichnung und CAD-Daten – vom Einzelstück bis zur wiederkehrenden Sonderkonstruktion. Dabei verbinden wir Behälter- und Schweißkompetenz mit hochwertiger Edelstahlverarbeitung, Oberflächenbearbeitung und projektbezogener Prüfung.

Edelstahl · Sondergeometrien · Schweißbaugruppen · Flansche und Anschlüsse · hochwertige Oberflächen

Das gewünschte Vakuum bestimmt die Konstruktion


Eine einfache Kammer für technischen Unterdruck ist etwas anderes als eine Anlage für Hoch- oder Ultrahochvakuum. Deshalb klären wir zu Beginn:

  • gewünschter Arbeitsdruck
  • Kammerabmessungen
  • Werkstoff
  • Pumpenanschlüsse
  • Mess- und Sensoranschlüsse
  • Anzahl und Position der Flansche
  • Temperaturbereich
  • gegebenenfalls Ausheiztemperatur
  • Oberflächenanforderungen
  • zulässige Leckrate
  • Prüfverfahren
  • Reinheitsanforderungen

Vakuumtechnik beginnt deshalb nicht mit dem Behälter, sondern mit der Spezifikation.

Im Vakuum wird die Oberfläche Teil des Systems


Unter Atmosphärendruck spielen geringe Gasmengen auf einer Metalloberfläche kaum eine Rolle. Im Vakuum werden sie entscheidend: An Oberflächen gebundene Gase und Feuchtigkeit lösen sich wieder und beeinflussen, wie schnell und wie tief eine Kammer evakuiert werden kann.

Bei anspruchsvollen Hochvakuumanwendungen sind Werkstoff, Oberfläche und Reinigung deshalb besonders wichtig. Für die Fertigung heißt das: Oberfläche ist bei einer Vakuumkammer nicht nur Finish, sondern funktionaler Bestandteil der Vakuumleistung.

Schweißnähte ohne versteckte Volumina


Eine vakuumdichte Schweißnaht muss nicht nur mechanisch einwandfrei sein – auch die Konstruktion rund um die Naht zählt. Bei ungünstigen Überlappungen oder doppelt verschweißten Bereichen entstehen kleine eingeschlossene Hohlräume. Das darin gespeicherte Gas gelangt nur langsam in die Kammer und wirkt wie ein Leck: ein virtuelles Leck.

Bei anspruchsvollen Kammern sind deshalb innenliegende Schweißnähte und der Verzicht auf gasfangende Doppelnähte übliche Konstruktionsprinzipien. Vakuumgerechtes Schweißen beginnt damit schon in der Konstruktion.

Anschlüsse müssen zur Kammer passen


Eine Vakuumkammer besteht selten nur aus Mantel, Boden und Deckel. Typische Schnittstellen sind Pumpenflansche, Messanschlüsse, Schaugläser, Sensoranschlüsse, Durchführungen, Ventilanschlüsse, Rohrstutzen und Befestigungspunkte.

Position, Orientierung und Schweißreihenfolge müssen exakt stimmen, damit die Kammer später ohne Anpassungen in die Anlage passt. Bei vielen Anschlüssen wird die Fertigungsplanung anspruchsvoll: Wo kann geschweißt werden? Welche Naht ist später noch zugänglich? Wie lässt sich Verzug begrenzen? Welche Flansche müssen besonders exakt ausgerichtet bleiben? Hier zählt die Erfahrung unserer Spezialschweißer.

Rund, eckig oder kundenspezifisch


Eine Vakuumkammer muss nicht zylindrisch sein. Je nach Anlage sind möglich:

  • rechteckige Kammern
  • kubische Gehäuse
  • runde Behälter
  • kombinierte Geometrien
  • Kammern mit großflächigen Türen oder Deckeln
  • kundenspezifische Sonderformen

Dafür kombinieren wir Laserschneiden, CNC-Kanten, Rundwalzen und unterschiedliche Schweißverfahren in einer abgestimmten Fertigungskette. So lassen sich auch geometrisch komplexe Kammern nach Ihren Daten umsetzen.

Dünne Fläche, große Belastung


Eine Besonderheit von Vakuumbehältern wird leicht unterschätzt: Der Druck wirkt von außen. Schon bei etwa einem bar Druckdifferenz entsteht auf großen Flächen eine erhebliche Gesamtlast. Große ebene Wände sind deshalb konstruktiv anspruchsvoller, als ihre Materialstärke vermuten lässt.

Je nach Konstruktion sind nötig: Verstärkungen, Rippen, geeignete Wandstärken, gewölbte Flächen oder angepasste Rahmenkonstruktionen. Die statische und vakuumtechnische Auslegung erfolgt nach Ihrer Spezifikation – wir übernehmen die fertigungstechnische Umsetzung.

Edelstahl für Vakuumkammern


Austenitische Edelstähle werden für Vakuumkammern häufig eingesetzt: Sie sind gut schweißbar, korrosionsbeständig und für anspruchsvolle Vakuumanwendungen geeignet. Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Edelstahlqualitäten, teils auch Aluminiumlegierungen infrage.

Welche Werkstoffqualität erforderlich ist, bestimmt die Anwendung. Wir benötigen deshalb eine eindeutige Werkstoffspezifikation einschließlich eventuell erforderlicher Materialzeugnisse. Mehr dazu unter Werkstoffe.

Weiße Fertigung schützt hochwertige Oberflächen


Gerade in der Vakuumtechnik sind saubere Edelstahloberflächen wichtig. Wir verarbeiten Edelstahl und Aluminium in einer weißen Fertigungsumgebung ohne Kontakt zu anderen Stahlsorten. Das senkt das Risiko von Fremdeisenkontamination und erlaubt eine kontrollierte Oberflächenführung über mehrere Bearbeitungsschritte hinweg.

Je nach Spezifikation können weitere Oberflächenbehandlungen oder Reinigungsprozesse folgen. Mehr dazu unter Weiße Fertigung.

Oberflächen nach Anforderung


Vakuumkammern haben sehr unterschiedliche Oberflächenanforderungen: geschliffene Oberflächen, definierte Rauheit, glasperlgestrahlte Bereiche oder gebeizte und passivierte Flächen.

Welche Ausführung sinnvoll ist, hängt vom geforderten Vakuumniveau und der Anwendung ab. Für die mechanische Oberflächenbearbeitung sind wir entsprechend ausgestattet. Bei weitergehenden Anforderungen sollten Oberflächenzustand und Nachbehandlung vor Produktionsbeginn definiert sein.

Dichtheit muss messbar werden


Bei einer Vakuumkammer genügt „sieht dicht aus“ nicht. Je nach Anwendung ist ein definierter Nachweis erforderlich. Die Verfahren reichen von Druck- und Dichtheitsprüfungen bis zur Helium-Leckprüfung bei anspruchsvolleren Vakuumsystemen.

Druck- und Dichtheitsprüfungen an Baugruppen führen wir durch. Welche Leckrate und welches Prüfverfahren erforderlich sind, gehört in die Spezifikation; weitergehende Vakuum- und Helium-Leckprüfungen stimmen wir projektbezogen ab.

Vom Blech zur Vakuumkammer


  1. Spezifikation prüfen – Geometrie, Werkstoff, Vakuumniveau, Anschlüsse, Oberfläche und Prüfanforderungen zusammenführen
  2. Fertigungsfolge planen – Zuschnitt, Umformung, Flanschpositionen, Schweißfolge und Vorrichtungen festlegen
  3. Kammer fertigen – Mantel, Wände, Rahmen, Flansche und Anschlüsse fertigen und zur Baugruppe verschweißen
  4. Oberfläche bearbeiten – Innen- und Außenflächen nach Spezifikation herstellen
  5. Prüfen – Maße, Geometrie und vereinbarte Dichtheitsanforderungen kontrollieren
  6. Dokumentieren – projektbezogene Material- und Prüfnachweise dem Bauteil zuordnen

Typische Anwendungen


Hightech, Messtechnik & Forschung

Versuchs-, Prüf- und Experimentierkammern sowie Vakuumgehäuse für Analyse-, Sensor- und Prüfsysteme nach kundenspezifischer Konstruktion.

Pharma & Prozesstechnik

Vakuumkomponenten mit besonderen Anforderungen an Edelstahloberfläche, Reinigbarkeit und Dokumentation.

Maschinen- & Anlagenbau

Kundenspezifische Vakuumkammern als integrierter Bestandteil technischer Anlagen.

Einzelstück und Kleinserie


Vakuumkammern sind selten Katalogprodukte. Prototypen, Versuchsanlagen und Spezialmaschinen brauchen individuelle Geometrien und Anschlüsse – oft zunächst nur einmal. Später entstehen daraus weitere Anlagen oder Varianten.

Durch CAD-basierte Arbeitsvorbereitung lässt sich eine einmal entwickelte Kammer reproduzierbar erneut fertigen und kontrolliert verändern. Das macht uns für Entwicklungsprojekte und kleine Serien interessant.

Was wir für eine Projektprüfung brauchen


  • STEP-Daten und Zeichnung
  • Kammerabmessungen
  • Werkstoff
  • Wandstärken
  • Arbeitsdruck beziehungsweise gewünschtes Vakuumniveau
  • zulässige Leckrate
  • Flanschsysteme und Anschlüsse
  • Pumpenanschluss
  • Mess- und Sensordurchführungen
  • Temperaturbereich
  • gegebenenfalls Ausheizbedingungen
  • Oberflächenanforderungen
  • Reinheitsanforderungen
  • Prüfverfahren
  • gewünschte Dokumentation
  • Stückzahl

Je genauer diese Anforderungen definiert sind, desto besser lassen sich Fertigungs- und Prüfprozess darauf abstimmen.

Im Vakuum zählt jedes Detail. Deshalb betrachten wir die gesamte Kammer.


Sie planen eine Vakuumkammer oder eine vakuumdichte Sonderkomponente? Senden Sie uns CAD-Daten, Spezifikation und die Anforderungen an Oberfläche und Dichtheit.

Arbeitsvorbereitung und Schweißtechnik prüfen, wie sich daraus ein geeigneter Fertigungsprozess entwickeln lässt.

Sprechen wir über Ihr Projekt.

Schicken Sie uns Zeichnung oder CAD-Daten per E-Mail – mit Werkstoff, Stückzahl und Anforderungen. Wir melden uns mit einer belastbaren Einschätzung.

oder direkt an info@stainlesstec.de – Zeichnung, STEP oder DXF einfach anhängen.

DIREKTER DRAHT: +49 5121 690 85-0